21. April 2026

Wenn die Lust nachlässt - Libidoveränderungen in den Wechseljahren

Die Wechseljahre bringen für viele Frauen körperliche und emotionale Veränderungen mit sich. Neben bekannten Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen berichten viele Patientinnen auch über eine nachlassende sexuelle Lust. Dieser sogenannte Libidoverlust ist keine Seltenheit und vor allem kein Grund zur Sorge oder zum Schweigen.

Hormonelle Umstellungen spielen eine zentrale Rolle. Mit dem Absinken des Östrogen- und Testosteronspiegels kann sich das sexuelle Verlangen verändern. Gleichzeitig können körperliche Beschwerden wie Scheidentrockenheit oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr die Lust zusätzlich beeinträchtigen. Auch psychische Faktoren – etwa Stress, verändertes Körperempfinden oder Veränderungen in der Partnerschaft – haben einen wichtigen Einfluss.

Libidoverlust ist kein unvermeidbares Schicksal. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Lebensqualität und das sexuelle Wohlbefinden zu verbessern. Dazu zählen eine gezielte Hormontherapie mit weiblichen Hormonen wie Östrogen sowie – bei entsprechender Indikation – auch Testosteron und lokale Behandlungen bei vaginaler Trockenheit. Zudem können Beratungsgespräche helfen, individuelle Ursachen zu erkennen und passende Lösungen zu finden.