Myome in den Wechseljahren
Myome sind gutartige Veränderungen der Gebärmuttermuskulatur, deren Wachstum durch das Hormon Östrogen beeinflusst wird. Sie zählen zu den häufigsten gynäkologischen Befunden bei Frauen im gebärfähigen Alter.
Mit Beginn der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel, wodurch Myome in der Regel ihr Wachstum einstellen und sich häufig sogar verkleinern.
In der sogenannten Perimenopause kann es jedoch zu ausgeprägten Hormonschwankungen, insbesondere zu vorübergehenden Östrogenanstiegen kommen. Sie können ein vorübergehendes Myomwachstum und somit Schmerzen und Blutungsstörungen auslösen.
Insgesamt nimmt jedoch der Östrogenspiegel ab, sodass trotz Hormonspitzen typische Wechseljahresbeschwerden, wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Gelenkbeschwerden auftreten können.
Die Entscheidung für eine Therapie erfolgt stets individuell und orientiert sich an der jeweiligen Lebenssituation. Zur Behandlung stehen medikamentöse, minimal-invasive sowie operative Verfahren zur Hormonregulation und Myomtherapie zur Verfügung.
Die Behandlung mit bioidentischen Hormonen zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden erfordert ein sorgfältig abgestimmtes Vorgehen, um das Myomwachstum möglichst nicht zu beeinflussen. Als Hormoncoach lege ich großen Wert auf eine ausführliche Anamnese und begleite meine Patientinnen engmaschig im Verlauf der Therapie.