Anhaltende Erschöpfung in den Wechseljahren
Anhaltende Erschöpfung in den Wechseljahre Erschöpfungsphasen kennt jeder. Häufig sind sie auf vorübergehend erhöhte körperliche oder emotionale Belastungen sowie ungünstige Lebensgewohnheiten zurückzuführen. Doch was ist, wenn die Müdigkeit nicht verschwindet – sondern im Gegenteil immer stärker wird? Viele Frauen in den Wechseljahren erleben genau dieses Phänomen, ohne es zunächst mit den hormonellen Veränderungen in Verbindung zu bringen. Die Ursachen dafür sind vielfältig.
In dieser Lebensphase verändern sich nicht nur Zyklus und Gleichgewicht der Sexualhormone wie Östrogen, Progesteron und Testosteron. Auch andere Hormonsysteme – etwa Schilddrüse und Nebenniere, die wesentlich zur Leistungsfähigkeit beitragen – geraten aus dem Takt. Gleichzeitig benötigt der Körper mit zunehmendem Alter mehr Mikronährstoffe, kann sie aber schlechter aufnehmen. Verstärkte oder unregelmäßige Blutungen in der Prä- und Perimenopause begünstigen zudem einen Eisenmangel, der häufig zu starker Müdigkeit führt.
Auch der Darm hat großen Einfluss: Ein verändertes Mikrobiom, entzündete und durchlässigere Schleimhäute sowie ein über- oder unterfordertes Darmimmunsystem können erheblich zu chronischer Erschöpfung beitragen. Hinzu kommen Schlafstörungen, die bei vielen Frauen bereits früh in den Wechseljahren auftreten und die Energiereserven zusätzlich belasten.
Um eine anhaltende Erschöpfung wirksam zu überwinden, braucht es daher einen ganzheitlichen Ansatz – mit einer sorgfältigen Anamnese und dem Blick auf alle beteiligten Faktoren.